![]() | Originaltitel: | The Coriolis Effect |
| Regie: | Corinne van Egeraat, Petr Lom | |
| Darsteller: | - | |
| Produktion: | Niederlande, Norwegen 2025 | |
| Länge: | 110 min | |
| Sprachversion: | OmeU (Cape Verdean Creole, Portuguese w/ EN subs) | |
| FSK: | 0 |
English version below
Diese Veranstaltung findet im Rahmen des MOVE IT! Filmfestival für Menschenrechte in Kooperation mit Dresden Zero statt.
#Klimaveränderung, Meeresschutz, Mensch & Natur
Eine filmische Meditation über alles Lebendige, im Auge des Sturms.
Die Kapverden sind das wörtliche und metaphorische Epizentrum unserer Welt, die außer Kontrolle gerät. Hier entstehen einige der stärksten Hurrikane der Welt. Auf diesen trockenen und windgepeitschten Inseln finden die Filmemacher*innen Menschen und Tiere, die eine universelle Geschichte vom Lebenswillen erzählen .Die Hurrikane entstehen durch den Coriolis-Effekt: Die Erdrotation lenkt die zwischen den Inseln wehenden Passatwinde ab und verwandelt sie in Stürme. Dieser Effekt wird durch die globale Erwärmung und den Anstieg der Meerestemperaturen verstärkt, wodurch die Hurrikane immer verheerender werden. Ein Tausendfüßler bahnt sich seinen Weg durch die ausgedörrte Wüste. Arbeiter reinigen einen ausgetrockneten Brunnen und hoffen auf Regen, der seit fünf Jahren ausgeblieben ist. Eine neugeborene Schildkröte kämpft sich durch einen mit Müll übersäten Strand bis zum Meer. Ein Fischer verirrt sich im Nebel und ihm geht das Wasser aus, während er versucht, den Weg nach Hause zu finden.Es gibt eine treibende Kraft, eine gemeinsame Haltung, die alle Lebewesen vorantreibt und uns am Leben hält. Wie der kapverdische Komponist und Dichter Vasco Martins sagt: „Ob wir es nun erkennen oder nicht, wir alle befinden uns auf einer Pilgerreise.“
Anstatt in Verzweiflung zu verfallen, wenden sich die Filmemacher*innen denen zu, die versuchen zu helfen. Ein Naturforscher kümmert sich um Meeresschildkröten, die durch Fischernetze verstümmelt wurden. Junge Umweltfreiwillige sammeln in einer Sisyphusarbeit den Müll ein, der endlos aus dem Meer angespült wird. Doch der Mensch steht in diesem Film nicht im Mittelpunkt. Hier sind alle Lebewesen gleichermaßen wichtig. Alles Leben ist heilig und voller Ehrfurcht. Eine Ehrfurcht, die vielleicht einen Ausweg aus unserer misslichen Lage aufzeigen könnte, wenn wir nur unsere anthropomorphe Hybris hinter uns lassen könnten.
Der Antagonist im Film bleibt namenlos und unsichtbar, doch es ist klar, dass es einen kollektiven Gegner gibt. Wie Vasco Martins sagt: „Wir sind undankbare Gäste“, aber solche, die „tief im Inneren dich [die Erde] lieben und nicht gehen wollen.“
Ein Film von Corinne van Egeraat & Petr Lom, in Zusammenarbeit mit dem kapverdischen Komponisten und Dichter Vasco Martins
Einzelticket: 8,- € // Soliticket: 9,- € // ermäßigt: 5,-€ (Schwerbehinderte, Schüler*innen, Dresden-Pass, Ehrenamts-Pass sowie FSJ/FÖJ/BFD)
This screening is part of the MOVE IT! Human Rights Film Festival in cooperation with Dresden Zero.
#Climate Change, Marine Conservation, People & Nature
A cinematic meditation on all that lives, in the eye of the storm. Cape Verde is the literal and metaphorical epicenter of our world spinning out of control. It is the place where some of the most powerful hurricanes in the world are born. It’s on these dry and wind-blown islands that the filmmakers find humans and animals alike who tell a universal story of the will to live.The hurricanes are caused by the Coriolis Effect: the earth’s rotation bends and deflects trade winds running between the islands, turning them into storms. The effect is increased by global warming and the rise of sea temperatures, causing the hurricanes to become more devastating.A centipede makes its way across the arid desert. Workers clean a dried up well, hoping for rain that has not come for five years. A newborn turtle struggles through a garbage-filled beach to the sea. A fisherman gets lost in the fog and runs out of water as he tries to find his way back home.There is a driving force, a common demeanor, that propels all living things forward and keeps us going. Like the Cape Verdean composer and poet Vasco Martins says: -“whether we realize it or not, we are all on a pilgrimage”.
Instead of despair, the filmmakers turn to those trying to help. A naturalist cares for sea turtles maimed by fishing nets. Young environmental volunteers clean up garbage drifting endlessly from the sea, in a Sisyphean labor. Yet human beings are not the focus in the film. Here, all beings are equally worthy of importance. All life is sacred and awe inspiring. An awe that might point to a way out of our predicament, if only we could leave behind our anthropomorphic hubris.
The antagonist in the film is unnamed and unseen, but it is clear there is a collective adversary. As Vasco Martins says: – “we are ungrateful guests”, but ones who “deep down love you [the earth] and don’t want to leave.”
A film by Corinne van Egeraat & Petr Lom, in collaboration with Cape Verdean composer and poet Vasco Martins
Ticket: 8€, Reduced: 5€


